Bin ich geeignet – und welche Voruntersuchung ist wichtig?

💡 Was ist mit „geeignet für Augenlasern“ gemeint?

Geeignet für eine Laserbehandlung ist eine Person dann, wenn die anatomischen und funktionellen Voraussetzungen der Augen eine sichere Durchführung erlauben. Die endgültige Einschätzung erfolgt immer im Rahmen einer augenärztlichen Untersuchung.

📋 Kurzüberblick

  • Ob eine Laserbehandlung möglich ist, hängt von mehreren individuellen Faktoren der Augen ab.
  • Die Eignung kann nur durch eine fachärztliche Untersuchung zuverlässig beurteilt werden.

Voraussetzungen und medizinische Kriterien für eine Laserbehandlung

Ob man für eine Laserbehandlung geeignet ist, hängt von mehreren medizinischen Voraussetzungen ab, die individuell geprüft werden müssen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Beschaffenheit der Hornhaut. Dicke, Form und Stabilität der Hornhaut bestimmen, ob eine Laserbehandlung grundsätzlich möglich ist und welches Laserverfahren in Frage kommt.

Auch die Art der Fehlsichtigkeit ist entscheidend. Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung können grundsätzlich mit Laserbehandlungen korrigiert werden. Ob eine vollständige oder nur eine teilweise Korrektur sinnvoll ist, hängt von der jeweiligen Ausgangssituation der Augen ab. Das Lebensalter allein ist kein Ausschlusskriterium für eine

Augenarzt raum mit computer bild

Laserbehandlung. Wichtiger als das Alter ist, ob die Sehstärke über einen längeren Zeitraum stabil geblieben ist und ob altersbedingte Veränderungen der Augen bereits vorliegen. Schwankungen der Sehstärke in den letzten Jahren können gegen eine sofortige Behandlung sprechen.

Darüber hinaus wird der allgemeine Gesundheitszustand der Augen berücksichtigt. Bestimmte Augenerkrankungen, wie instabile Veränderungen der Hornhaut oder entzündliche Prozesse, können eine Laserbehandlung ausschließen oder erfordern besondere Vorsicht.

Feststellung ob man für eine Laserbehandlung geeignet ist: Untersuchung, Eignungstest und Grenzen

Wir stellen durch eine ausführliche, augenärztliche Untersuchung fest, ob Sie für eine Laserbehandlung geeignet sind. Dabei werden verschiedene Messungen, persönliche Gespräche und medizinische Bewertungen miteinander kombiniert, um ein möglichst genaues Bild der individuellen Situation der Augen zu erhalten.

Ein Eignungstest für das Augenlasern ist eine strukturierte Voruntersuchung, die prüft, ob eine Laserbehandlung grundsätzlich möglich ist. Der Eignungstest dient nicht der Behandlung selbst, sondern der Entscheidungsfindung des Laserverfahrens. Eine Laserbehandlung ist nicht in jeder

Eye Doctor Checking patients eye picture.

Situation sinnvoll oder möglich. Hinweise gegen eine Laserbehandlung können vorliegen, wenn die Hornhaut zu dünn ist oder eine instabile Form aufweist. Auch stark schwankende Sehstärken können darauf hindeuten, dass eine Laserbehandlung zum aktuellen Zeitpunkt nicht empfehlenswert ist.

Darüber hinaus können bestimmte Augenerkrankungen gegen eine Laserbehandlung sprechen. Dazu zählen fortschreitende Hornhautveränderungen oder chronische entzündliche Prozesse am Auge. In solchen Fällen steht der Schutz der Augengesundheit im Vordergrund, weshalb eine sorgfältige augenärztliche Abklärung sehr wichtig ist.

Welche Hinweise können gegen eine Laserbehandlung sprechen?

Es gibt einige Anzeichen, die darauf hindeuten können, dass eine Laserbehandlung nicht oder noch nicht geeignet ist. Dazu zählen anhaltende Veränderungen der Sehstärke, bekannte Hornhauterkrankungen oder ausgeprägte Beschwerden wie dauerhaft trockene Augen. Auch eine bestehende Schwangerschaft kann ein vorübergehender Grund sein, eine Laserbehandlung aufzuschieben.

Diese Hinweise ersetzen keine Untersuchung, können aber Anlass sein, eine fachärztliche Beratung in Anspruch zu nehmen. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und realistische Erwartungen zu schaffen.

Häufige Ausschlusskriterien

KriteriumGrund für Ausschluss
Zu dünne HornhautMindestdicke erforderlich für Stabilität
Instabile SehstärkeSchwankungen in letzten 1-2 Jahren
KeratokonusProgressive Hornhauterkrankung
Schwangerschaft/StillzeitHormonelle Schwankungen beeinflussen Sehstärke
Schwere trockene AugenErhöhtes Risiko für Komplikationen
Aktive EntzündungenInfektionsrisiko
AutoimmunerkrankungenBeeinträchtigte Wundheilung

Selbsttest: Könnte eine Laserbehandlung für mich in Frage kommen?

Der folgende Selbsttest dient als erste Orientierung. Der Selbsttest ersetzt keine augenärztliche Untersuchung und führt nicht zu einer medizinischen Entscheidung.

  • Hat sich Ihre Sehstärke in den letzten ein bis zwei Jahren kaum verändert?
  • Liegen bei Ihnen keine bekannten Hornhauterkrankungen vor?
  • Haben Sie aktuell keine entzündlichen Erkrankungen der Augen?
  • Bestehen keine besonderen Belastungen der Augen, wie starke Trockenheit oder anhaltende Reizungen?
  • Wurde bei Ihnen bislang keine Augenerkrankung diagnostiziert, die gegen eine Laserbehandlung sprechen könnte?

Wenn Sie mehrere Fragen mit „Ja“ beantworten können, kann eine augenärztliche Voruntersuchung sinnvoll sein. Wenn Sie unsicher sind oder einzelne Punkte unklar bleiben, empfiehlt sich eine persönliche Abklärung im Rahmen einer sorgfältigen Voruntersuchung.

Der Selbsttest dient ausschließlich der ersten Orientierung und hilft dabei, die eigene Situation besser einzuordnen. Eine verlässliche Beurteilung der Eignung ist jedoch nur im Rahmen einer fachärztlichen Untersuchung möglich, bei der die Augen individuell beurteilt werden. Da jedes Auge unterschiedlich aufgebaut ist, ermöglicht ein persönlicher Eignungstest eine realistische Einschätzung der Chancen und Grenzen einer Laserbehandlung. Gleichzeitig bietet er Raum, offene Fragen in Ruhe zu klären und eine Grundlage für weitere Entscheidungen zu schaffen.

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FAQ – Häufig gestellte Fragen zur Eignung für Augenlasern

Ab welchem Alter ist Augenlasern möglich?

Grundsätzlich ist Augenlasern ab 18 Jahren möglich, allerdings sollte die Sehstärke seit mindestens 1-2 Jahren stabil sein. Bei jungen Erwachsenen unter 25 Jahren kann sich die Sehstärke noch verändern, weshalb oft gewartet wird, bis die Augen vollständig ausgereift sind. Nach oben gibt es keine feste Altersgrenze. Entscheidend ist der Gesundheitszustand der Augen. Viele Patienten zwischen 40 und 60 Jahren sind hervorragende Kandidaten, insbesondere wenn keine altersbedingten Augenerkrankungen wie Grauer Star vorliegen. Bei Alterssichtigkeit (Presbyopie) ab 45 Jahren kommen spezielle Verfahren wie Presbyond oder refraktiver Linsenaustausch in Frage.

Wie dünn darf die Hornhaut sein?

Die Hornhautdicke ist eines der wichtigsten Kriterien für die Eignung. Eine normale Hornhaut ist etwa 540-550 Mikrometer dick. Nach der Laserbehandlung sollte eine Restdicke (Residualstroma) von mindestens 280-300 Mikrometern verbleiben, um die biomechanische Stabilität des Auges zu gewährleisten. Bei einer Hornhautdicke unter 480 Mikrometern ist eine Laserbehandlung oft nicht mehr möglich. In solchen Fällen können alternative Verfahren wie ICL (Implantierbare Kontaktlinse) eine sichere Option darstellen. Die genaue Messung erfolgt mit dem Pentacam während der Voruntersuchung.

Kann ich mich lasern lassen , wenn ich trockene Augen habe?

Leichte bis mittelschwere trockene Augen sind kein genereller Ausschlussgrund, müssen aber vor der Laserbehandlung behandelt werden. Da das Lasern die Augen vorübergehend trockener macht, ist es wichtig, dass die Tränenproduktion vor dem Eingriff optimiert wird. Dies kann durch befeuchtende Augentropfen, Omega-3-Fettsäuren oder in schweren Fällen durch Punctum-Plugs (Tränenpünktchenverschluss) erreicht werden. Bei sehr schweren trockenen Augen (Sjögren-Syndrom) kann eine Laserbehandlung kontraindiziert sein. Die Tränenfilmanalyse während der Voruntersuchung gibt Aufschluss über die Behandelbarkeit. Das SMILE-Verfahren verursacht übrigens weniger trockene Augen als LASIK.

Was bedeutet ’stabile Sehstärke‘ genau?

Eine stabile Sehstärke bedeutet, dass sich Ihre Dioptrienwerte in den letzten 1-2 Jahren um maximal 0,5 Dioptrien verändert haben. Größere Schwankungen deuten darauf hin, dass sich Ihr Auge noch verändert und das Laserergebnis möglicherweise nicht dauerhaft sein würde. Wenn Sie beispielsweise vor 2 Jahren -3,0 Dioptrien hatten und heute -3,75 Dioptrien haben, wäre das eine Veränderung von 0,75 Dioptrien – die Sehstärke wäre noch nicht stabil genug. Wir empfehlen dann, noch 1-2 Jahre zu warten und die Entwicklung zu beobachten. Stabile Werte sind wichtig, damit das Laserergebnis langfristig hält und keine Nachkorrektur nötig wird.

Kann ich bei Keratokonus gelasert werden?

Keratokonus ist eine progressive Hornhauterkrankung, bei der sich die Hornhaut zunehmend verdünnt und vorwölbt. Eine klassische Laserbehandlung (LASIK, PRK, SMILE) ist bei Keratokonus nicht möglich, da sie die Hornhaut weiter schwächen würde. Allerdings gibt es alternative Behandlungen: Crosslinking kann die Hornhaut stabilisieren und das Fortschreiten stoppen. Nach erfolgreichem Crosslinking und stabilen Werten über mindestens 1-2 Jahre kann in ausgewählten Fällen eine topographiegeführte PRK (mit Athens Protocol) erwogen werden. Bei fortgeschrittenem Keratokonus sind spezielle Kontaktlinsen oder im Extremfall eine Hornhauttransplantation die Therapie der Wahl. Die genaue Beurteilung erfolgt durch Prof. Dr. Shajari.

Muss ich vor der Voruntersuchung etwas beachten?

Ja, es gibt einige wichtige Vorbereitungen: Kontaktlinsenträger sollten vor der Voruntersuchung eine Tragepause einlegen: weiche Linsen 7-10 Tage, formstabile/harte Linsen 3-4 Wochen. Kontaktlinsen verändern vorübergehend die Hornhautform, was die Messergebnisse verfälschen würde. Planen Sie 60-90 Minuten Zeit ein. Während der Untersuchung werden Ihre Pupillen mit Tropfen erweitert, daher können Sie danach nicht selbst Auto fahren – bringen Sie eine Begleitperson mit oder nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel. Bringen Sie Ihren aktuellen Brillenpass mit, falls vorhanden. Schminken Sie sich nicht, da Make-up die Messungen beeinträchtigen kann.


Bei dr. vision führt Prof. Dr. Mehdi Shajari eine umfassende Eignungsdiagnostik mit modernster Technologie durch. Vereinbaren Sie einen Termin für eine professionelle Voruntersuchung und erfahren Sie, ob eine Augenlaser-Behandlung für Sie geeignet ist.

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